Das Holz

Legen wir unser Wesen in die Form eines ausgespülten, gelösten Wurzelstrangs. Das Flussbett, in dem wir treiben, ist hier steinig und klar, später weich und trüb, mal offen und weit, dann wieder eingeschlossen und schmal. Wir wissen um seinen wechselnden Verlauf, fühlen uns magisch angezogen, legen oft unser Weh- und unseren -Mut hinein und lassen sie mit fortfließen. Als Treibholz hineingegeben stoßen wir uns in der Strömung, bekommen Scharten und Schrunden, werden im Sandigen, Seichten wieder glatt geschmirgelt und poliert. Verfangen wir uns in der Böschung und haften an, beginnen wir zu modern und stinken. Doch alles birgt Austausch und Wachstum, Fülle und Glanz. Die reine Hingabe lässt uns verwandeln und erblühen, unverwechselbar in unserer Gestalt und Patina. Und alles ist durchdrungen von den Kräften der stetigen Erneuerung. Unser Wesen ist aufmerksam, spontan, verspielt und liebevoll.

280cm x 120cm, acryl on canvas, 2017

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Stirb oder befreie Dich

 

 

145cm x 145cm, acryl on canvas, 2017

„Sie können sich selbst nur (er)kennen, wenn Sie nicht bewusst vorgehen, wenn Sie nicht darauf abzielen, sich nicht schützen, nicht ständig darauf bedacht sind, die Dinge zu lenken, zu ändern, zu bändigen, zu kontrollieren – wenn Sie unerwartet sich selbst sehen, das heißt, wenn der Geist keine vorgefasste Meinung über sich selbst hat, wenn er offen ist, unvorbereitet auf die Begegnung mit dem Unbekannten.“ Zitat von Krishnamurti aus „Gedanken für jeden Tag“